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Das Spital Einsiedeln bleibt medizinischer Grundversorger und grösster Arbeitgeber der Region

Das in dieser Grössenordnung unerwartet schlechte Jahresergebnis 2018 hat tiefe Spuren hinterlassen – und hat somit direkte Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2019. Der Stiftungsrat sah sich gezwungen, rasch einschneidende und teils unpopuläre Massnahmen zu ergreifen, um das oberste Ziel – die Sicherung der erfolgreichen Zukunft unseres Spitals zum Nutzen der Bevölkerung und der Mitarbeitenden – zu erreichen. Unser Spital bleibt, wie andere Spitäler auch, einem stetig zunehmenden Kostendruck, aber auch gesundheitspolitischen Spannungsfeldern ausgesetzt, wie beispielsweise der vom Bund verordneten und seit 2019 geltenden Verlagerung von Eingriffen vom stationären in den ambulanten Bereich – auch bekannt als «ambulant vor stationär» –, in deren Folge diverse Operationen nur noch ambulant durchgeführt werden dürfen, oder auch nicht kostendeckenden Tarifen (Tarmed) im ambulanten Bereich.

Rückblick

Im Zuge der vom Stiftungsrat definierten Neuausrichtung der Strategie und Zielsetzung für die Weiterführung des Spitals, hat der langjährige Direktor Reto Jeger das Spital in gegenseitigem Einvernehmen Ende April verlassen. Wir hatten das grosse Glück, in Dr. Urs Birchler eine kompetente und integrative Persönlichkeit zu finden, die als Mitglied des Stiftungsrats das Spital Einsiedeln bereits sehr gut kennt. Dank seinem Erfahrungsschatz und seiner überzeugenden Art konnte er das Vertrauen der verständlicherweise verunsicherten Ärzteschaft und der Mitarbeitenden, aber auch der Belegärzte und Zuweiser in unser Spital wiedergewinnen und Zuversicht verbreiten.

Zusammen mit der Geschäftsleitung hat der Stiftungsrat das Projekt «Fokus Zukunft» ins Leben gerufen, das den für eine rasche und nachhaltige Ergebnis- und Liquiditätsverbesserung zwingend nötigen Veränderungsprozess strukturiert und konsequent vorangetrieben hat. Es ist uns gelungen, in Bruno Letsch eine versierte Person als externe Unterstützung und Treiber für dieses wichtige Projekt zu engagieren.

Der Jahresabschluss 2019 der Stiftung «Krankenhaus Maria zum Finstern Wald» als Trägerin des Spitals Einsiedeln zeigt, dass wir gegenüber dem Vorjahr rund 2,8 Prozent weniger Ertrag erwirtschafteten, vor allem aber den Aufwand um 3,3 Millionen Franken – den Personalaufwand um 4,7 Prozent und den Sachaufwand um 10,9 Prozent – reduzieren konnten. Der EBITDA beträgt 0,3 Millionen Franken und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2 Millionen Franken verbessert. Durch die Übergabe des Betriebs an die neu gegründete Spital Einsiedeln AG – im Besitz der AMEOS-Gruppe – wurden zusätzliche Abschreibungen nötig, die bereits 2019 berücksichtigt werden mussten. Der Gewinn aus dem Landverkauf an den Bezirk Einsiedeln im September 2019 betrug 2,2 Millionen Franken. Der Jahresverlust belief sich auf 4,9 Millionen Franken, und das Eigenkapital der Stiftung «Krankenhaus Maria zum Finstern Wald» beträgt noch 2 Millionen Franken.
Neuer Direktor
Kompetente und integrative Persönlichkeit gefunden

«Zukunft Partnerschaft» setzt sich durch

Nach dem Entscheid im Projekt «Zäme» mit dem Spital Lachen AG im vergangenen März initiierte der Stiftungsrat auf Unternehmensebene das Projekt «Doppelstrategie» mit den beiden Szenarien «Selbständige Zukunft» und «Zukunft Partnerschaft», wobei er Letzteres favorisierte. Zusätzlich zu den intern laufenden Projekten und zur Umsetzung der bereits definierten Sparmassnahmen machte sich der Stiftungsrat im vergangenen Jahr also auf, mit möglichen strategischen Partnern nach weiteren existenzsichernden Lösungen für das Spital Einsiedeln zu suchen. Oberstes Ziel hierbei für alle Involvierten: das Spital Einsiedeln als medizinischen Grundversorger und grössten Arbeitgeber der Region langfristig zu erhalten – dies bei gleichbleibend hoher medizinischer Qualität. Schliesslich konnte nach vielen Verhandlungen und rechtlichen Abklärungen im Februar 2020 das Szenario «Zukunft Partnerschaft» mit einer strategischen Zusammenarbeit mit der AMEOS Gruppe und der Auslagerung des Spitalbetriebs in eine eigenständige Firma finalisiert werden. Die AMEOS Gruppe mit Sitz in Zürich beschäftigt über 15'000 Mitarbeitende in 94 Einrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In AMEOS haben wir einen starken Partner mit Fokussierung auf die Sicherung der Gesundheitsversorgung in der Region gefunden.

Die neue Unternehmensstruktur wird rückwirkend auf den 1. Januar 2020 rechtswirksam. Die Stiftung trägt für 2020 kein finanzielles Risiko durch den Spitalbetrieb. Sie vermietet die Immobilien, die für den Betrieb des Spitals notwendig sind, an die Spital Einsiedeln AG. Im Mietvertrag ist neben dem Mietzins auch klar geregelt, dass die Spital Einsiedeln AG sämtliche Unterhalts- und Instandhaltungsarbeiten sowie die Investitionen auf eigene Rechnung vornehmen wird (Triple-Net-Mietvertrag). Die Arbeitsverträge und alle weiteren für den Spitalbetrieb relevanten Verträge und Bewilligungen, wie beispielsweise jene mit der Gesundheitsbehörde, aber auch die Leistungsvereinbarungen mit dem Kanton, gehen vertraglich von der Stiftung auf die Spital Einsiedeln AG über. Die für den Spitalbetrieb notwendigen mobilen Sachanlagen verkauft die Stiftung an die Spital Einsiedeln AG. Die Stiftung trägt als Eigentümerin der Immobilien weiterhin die Darlehensschulden und die Abschreibungen des verbleibenden Anlagevermögens. Der Stiftungsrat kam nach intensiven Verhandlungen mit den Kreditgebern wegen der daraus resultierenden Finanzierungsvereinbarungen zum Schluss, dass die Annahme der Unternehmungsfortführung vertretbar und wahrscheinlich ist – gestützt auf die Inhalte des Businessplans für die kommenden zehn Jahre. Zudem wird der Bezirk Einsiedeln, der seit 1975 für den Fortbestand des Spitals Einsiedeln eine Defizitdeckung garantiert, eine Sachvorlage zur Volksabstimmung bringen, die den Stimmbürgern beantragen wird, statt weiterhin eine Defizitdeckung zu garantieren das Stiftungskapital mit einem einmaligen, wesentlichen Betrag zu stärken. Sollte diese Vorlage abgelehnt werden, gilt weiterhin die Defizitdeckung, und mit den Kreditgebern müssten neue Finanzierungsvereinbarungen getroffen werden. Der Stiftungsrat hat alles unternommen, um den Erhalt unseres Spitals nachhaltig zu sichern. Wir sind überzeugt, dass die Weichen richtiggestellt sind, um dieses Ziel zu erreichen.
Projekt «Doppelstrategie»
Das Spital Einsiedeln soll als medizinischer Grundversorger und grösster Arbeitgeber der Region langfristig erhalten bleiben.

Herzlichen Dank

Das Jahr 2019 war sowohl für alle Mitarbeitenden, die Geschäftsleitung, unseren Direktor Dr. Urs Birchler als auch für den ganzen Stiftungsrat ein sehr herausforderndes und intensives Jahr. Es erfüllt mich mit Stolz, zu sehen, dass in diesen turbulenten Zeiten die Motivation und das Engagement aller für unser Spital ungebrochen sind. Ein spezieller Dank gilt dem Bezirk Einsiedeln, der in dieser schwierigen Situation stets ein offenes Ohr für uns hatte, und auch der Einsiedler Bevölkerung, die immer hinter «üsem Spital» steht. Und nicht zuletzt geht mein herzlicher Dank an alle unsere Patientinnen und Patienten für das uns entgegengebrachte Vertrauen – heute und in Zukunft – wie auch an unsere Belegärztinnen und -ärzte sowie an alle zuweisenden Ärztinnen und Ärzte in der Region.
Zusammenhalt
Auch in turbulenten Zeiten bleiben die Motivation und das Engagement aller Mitarbeitenden ungebrochen.

Markus Hauenstein
Stiftungsratspräsident

Notfallnummern

Notfall/Rettungsdienst    144
Rega 1414
Vergiftungsnotfälle 145
Feuerwehr 118
Polizei 117
Spital Einsiedeln +41 55 418 51 11
Ärztlicher Notfalldienst Region Einsiedeln 0840 41 41 41
 

Kontakt Spital Einsiedeln

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T +41 55 418 51 11
F +41 55 412 71 46
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Anfahrt Spital Einsiedeln

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Mit dem Auto von Zürich
Autobahn Richtung Chur > AusfahrtRichterswil > Samstagern > Schindellegi > Biberbrugg > Lichtsignal Richtung Einsiedeln – Spital (rechte Spur) > im Dorf: erster Kreisel – rechts Richtung Spital
 
Mit dem Auto von Chur
Autobahn Richtung Zürich > Ausfahrt Schindellegi > Biberbrugg > Lichtsignal Richtung Einsiedeln – Spital (rechte Spur) > im Dorf: erster Kreisel – rechts Richtung Spital
 
Mit dem Zug
Fahrplan
Bis Einsiedeln > ab Bahnhof über die Brücke der Alp (rechts) und Richtung Spitalstrasse (siehe Wegweiser Spital)
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