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Intensiv­medizinische Versorgung und 1:1-Betreuung

Nach der Neukonzeption der Intermediate Care Unit (IMCU) nach den Richtlinien der Gesellschaft für Intensivmedizin können am Spital Einsiedeln nun auch Patienten mit komplizierten Erkrankungen direkt behandelt werden.
Als Grundversorger deckt das Spital Einsiedeln auch den Bereich Intensivmedizin ab. Auf der neuen, modernen IMCU mit sechs Betten betreut das Spital Einsiedeln Patienten, die nach einem grösseren Eingriff intensive Überwachung brauchen. Zudem kümmern sich erfahrene Spezialisten um Patienten mit drohendem oder bereits eingetretenem Organversagen. Ebenso können hier Patienten mit einer schweren Blutvergiftung, einer Lungenentzündung oder einer Herzinsuffizienz behandelt werden. Zudem kommt auf der IMCU auch die nichtinvasive oder die kurzzeitig invasive Beatmung zum Einsatz. Für die Betreuung der Patienten sorgt neben erfahrenen Ärztinnen und Ärzten speziell ausgebildetes, hochqualifiziertes Pflegefachpersonal. Die ausnehmend hohe Anzahl Stellen ermöglicht eine 1:1-Betreuung, zudem findet mehrmals täglich eine Ärztevisite mit einem Kaderarzt statt.

Persönliches Interview mit Intensivmediziner Paul Müller – ärztlicher Leiter der neuen IMCU

Paul Müller, Sie sind ein erfahrener Mediziner: seit 24 Jahren promovierter Arzt, seit 15 Jahren Facharzt für Innere Medizin und seit 13 Jahren zudem Facharzt für Intensivmedizin – ausgebildet an den Universitätsspitälern Zürich und Genf sowie am Kantonsspital Chur. Was reizt Sie daran, als ärztlicher Leiter der IMCU am Spital Einsiedeln zu arbeiten?
Ich bin hier auf der IMCU umgeben von einem tollen und kompetenten Team. So macht Arbeiten Spass. Ebenso hat mich die Tatsache motiviert, dass das Spital Einsiedeln qualitativ eine ausserordentlich gute Medizin und ein breites medizinisches Leistungsspektrum anbietet. Zudem kann ich hier auf der IMCU innerhalb einer top ausgebauten Infrastruktur agieren.
Sie sind täglich mit belastenden Patientensituationen konfrontiert. Geht es oft um Leben oder Tod?
Ja. Viele Patienten würden die Nacht nicht überstehen, wenn sie nicht zu uns auf die IMCU gekommen wären. Denn oft werden Patienten mit drohendem oder komplettem Organversagen bei uns eingeliefert. Das ist ein Aspekt der Intensivmedizin. Die gute Nachricht ist jedoch: Die meisten können wir geheilt wieder ins Leben entlassen. Das sind für mich dann die schönen Momente meines Berufs.
Sie agieren in einem hektischen beruflichen Alltag, müssen oft innert Sekunden entscheiden und handeln. War für Sie immer klar, dass Sie dereinst in der Intensivmedizin landen würden?
Nein. Überhaupt nicht. Seit Mitte des Studiums war für mich klar: Ich werde Augenarzt. Ich musste damals jedoch ein Jahr lang auf eine Ausbildungsstelle warten. Also arbeitete ich zur Überbrückung auf der Inneren Medizin an einem Bezirksspital. Zu Beginn war ich dort alles andere als glücklich. Erst gegen Ende dieses einen Jahres fand ich langsam Gefallen an der Inneren Medizin – vor allem eben an der Intensivmedizin.
Offensichtlich haben Sie sich dann gegen eine Karriere als Augenarzt entschieden. Wie ging es damals weiter?
Ich trat die Stelle als Augenarzt zwar an. Doch da war für mich einfach zu wenig Action. Es war Routinearbeit mit regulären Sprechstunden. Das war einfach nichts für mich. Zudem konnte ich mir überhaupt nicht mehr vorstellen, mich ein Leben lang mit nur noch einem Organ zu beschäftigen, bei dem ausserdem die Diagnose zu 90 Prozent auf Sicht beruht. Also kehrte ich relativ zügig wieder zurück zur Inneren Medizin und absolvierte die Zusatzausbildung in Intensivmedizin.
Haben Sie diesen Schritt jemals bereut?
Keinesfalls. In der Intensivmedizin ist kein Tag wie der andere. Teamarbeit ist hier ein wichtiger Faktor – und das kommt mir als Teamplayer sehr entgegen. Zudem mag ich den interdisziplinären Aspekt meiner Arbeit.

Und was ist für Sie der eigentliche Treiber in Ihrem Beruf?
Ich mache die Arbeit eines Detektivs. Bei jedem Patienten muss ich eine Arbeitshypothese aufstellen und danach die Therapie bestimmen. Das ist für mich unheimlich spannend. Denn bei den Patienten auf der IMCU ist die Diagnose ja zu Beginn meistens noch unklar. Zudem hat jede Entscheidung Relevanz. Kurzum: Es geht meistens um die Wurst.
Zurück zum eng getakteten und teilweise belastenden Berufsalltag. Wie verschaffen Sie sich dazu einen Ausgleich?
Jeden Abend, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, spiele ich eine halbe Stunde Querflöte. Das beruhigt mich. Danach habe ich den Kopf wieder frei – für meine Familie, also meine Frau und meine beiden Söhne. Denn ich bin ein absoluter Familienmensch. Zudem finde ich einen Ausgleich im Radsport. Und ich spiele Querflöte in einem Orchester. Das alles bringt mich wieder ins Gleichgewicht.

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Anfahrt Spital Einsiedeln

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Mit dem Auto von Zürich
Autobahn Richtung Chur > AusfahrtRichterswil > Samstagern > Schindellegi > Biberbrugg > Lichtsignal Richtung Einsiedeln – Spital (rechte Spur) > im Dorf: erster Kreisel – rechts Richtung Spital
 
Mit dem Auto von Chur
Autobahn Richtung Zürich > Ausfahrt Schindellegi > Biberbrugg > Lichtsignal Richtung Einsiedeln – Spital (rechte Spur) > im Dorf: erster Kreisel – rechts Richtung Spital
 
Mit dem Zug
Fahrplan
Bis Einsiedeln > ab Bahnhof über die Brücke der Alp (rechts) und Richtung Spitalstrasse (siehe Wegweiser Spital)