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Ein intensives Jahr voller Heraus­forderungen

Seit dem Abschluss der umfangreichen Bautätigkeit im Rahmen des Infrastrukturprojekts «Spital 2020» verfügt das Spital Einsiedeln über eine moderne, zukunftsorientierte Infrastruktur. Diese gilt es nun optimal zu nutzen, um im Zusammenspiel mit anderen Massnahmen trotz steigendem Kosten- und Wettbewerbsdruck eine gesunde, nachhaltige Profitabilität zu erreichen.

Das Jahr 2018 war von diversen einschneidenden Ereignissen geprägt

In meinem letzten Editorial hatte ich die vielfältigen Spannungsfelder im Gesundheitswesen sowie die Markttrends als Herausforderungen für das Spital Einsiedeln angesprochen. Diese Punkte haben sich für unser Spital in letzter Zeit leider zusätzlich akzentuiert. Das Jahr 2018 war für den Stiftungsrat äusserst herausfordernd und arbeitsintensiv.

Rückblick

Im Jahr 2013 hatte sich der Stiftungsrat zu einer Wachstumsstrategie entschlossen und die Deckung des Investitionsnachholbedarfs mit dem Infrastrukturprojekt «Spital 2020» in die Wege geleitet. Im September 2018 konnten wir den Abschluss der umfangreichen Bautätigkeit an unserem Spital feiern. Das erfreuliche Interesse an unserem Haus manifestierte sich in einer sehr hohen Besucherzahl an unseren Tagen der offenen Tür. Unser Spital hat nun nach der Sanierung des bestehenden Gebäudes, der Aufstockung um den 4. und den 5. Stock, dem Bau einer Tiefgarage, der Erweiterung mit neuen Operationssälen, der Geburtsabteilung, dem neuen Empfangsbereich und der Notfallaufnahme sowie dem Ausbau des 1.OG mit der neuen Intermediate Care Unit (IMCU) und Endoskopie eine moderne Infrastruktur. Das ist sicherlich eine gute Ausgangslage für die Zukunft. Die bauliche Erneuerung unseres Spitals ist abgeschlossen, und es stehen aus heutiger Sicht mittel- und längerfristig keine weiteren grösseren Investitionen für das Spital an.

Zu Beginn des Jahres wurde das neue Ressourcenplanungssystem (ERP) eingeführt, das wegen der technischen Anforderungen aus dem bestehenden Informatiksystem der Klinik evaluiert werden musste. Die Einführung verlief nicht reibungslos, so dass dem Stiftungsrat bis zum 3. Quartal 2018 keine oder nur bedingt verlässliche Zahlen über den Geschäftsgang zur Verfügung standen. Ausserdem kam hinzu, dass es Mitte Jahr einen Wechsel in der Leitung unserer Finanzabteilung gab. Diese Tatsachen erschwerten die Beurteilung des Geschäftsverlaufs enorm. Erst im Herbst 2018 wurde klar, dass das Ergebnis wesentlich schlechter ausfallen würde als budgetiert und sich unsere Finanzlage deutlich verschlechtert hatte. Trotz wiederum erfreulichem Patientenzuwachs wurden die Budgeterwartungen beim Ertrag klar verfehlt. Dies lag primär an den niedriger als erwartet ausgefallenen Fallzahlen sowie dem gegenüber dem Vorjahr geringeren CMI (Schweregrad des Falles). Beim Aufwand waren es die höheren Personalkosten und der grössere Sachaufwand sowie eine Praxisänderung bei den Abschreibungen, die zu diesem unerwartet schlechten Resultat führten. Durch diesen grossen Verlust ist unser Eigenkapital geschrumpft, zudem ist die Liquidität angespannt. Im anspruchsvollen Budgetprozess 2019 wurden im Herbst 2018 unter dem Titel «Fokus Zukunft» umfassende und teils unpopuläre Massnahmen eingeleitet, um 2019 zwingend eine Trendwende zu erreichen. Ziel ist es, dem weiteren Aufgehen der Schere zwischen Aufwand und Ertrag, vor allem aber dem Liquiditätsproblem entgegenzuwirken.
Spital 2020
Nach der umfassenden Sanierung verfügt das Spital Einsiedeln über eine moderne Infrastruktur.

Projekt «ZÄME»

Im Wissen darum, dass die ökonomischen Spannungsfelder für ein Spital unserer Grösse zunehmend schwieriger werden, beschloss der Stiftungsrat im Frühling 2018, zusammen mit dem Spital Lachen ein Projekt mit dem Namen «ZÄME – GEMEINSAM IN DIE ZUKUNFT» zu starten. Ziel war es, zu prüfen, ob ein gemeinsames Spital mit zwei Standorten eine zukunftsorientierte Lösung sei. Dass diese Prüfung zu Verunsicherung und teilweise zu Unverständnis führen würde, war dem Stiftungsrat bewusst. Doch er hätte es als Fehler erachtet, wenn man ein solches Geschäftsmodell nicht umfassend abgeklärt hätte. Der Stiftungsrat entschied sich schliesslich nach Abwägung der Chancen und Risiken für eine Fusion unter Einhaltung der strategischen Eckpunkte im Aktionärsbindungsvertrag (u.a. Standortsicherung). Das Spital Lachen entschied sich jedoch dagegen, da die Verantwortlichen das finanzielle Risiko höher gewichteten – insbesondere für ihren geplanten Neubau mit Kosten in der Höhe von 150 Millionen Franken. Mittlerweile ist das Projekt abgeschlossen, und es wird nicht zu einem gemeinsamen Unternehmen mit dem Spital Lachen kommen.

Wie weiter?

Es ist unser oberstes Ziel, wieder zu gesunder und nachhaltiger Profitabilität zu kommen. Um dies zu erreichen, braucht es die optimale Nutzung unserer neuen Infrastruktur, Effizienzgewinne dank der Verbesserung von Prozessen sowie Kosteneinsparungen in den Bereichen Personal und nichtmedizinische Sachkosten. Durch Strukturanpassungen streben wir auch eine Erhöhung der Bettenauslastung an. Unsere bekannt gute Pflege wollen wir dabei selbstverständlich erhalten. Die Einhaltung des Budgets 2019 und die Umsetzung des Programms «Fokus Zukunft» müssen unser oberstes Ziel sein. Zudem prüft der Stiftungsrat intensiv weitere strategische Kooperationen, um den Erhalt des Spitals Einsiedeln sicherzustellen.

Wir leben von unserem qualifizierten Personal und vor allem von unseren Patienten

Unsicherheiten lösen Ängste aus, was ich sehr gut nachvollziehen kann. Es ist deshalb dem gesamten Stiftungsrat ein grosses Anliegen, allen Mitarbeitenden für ihren täglichen Einsatz und ihre ausgezeichnete medizinische und pflegerische Betreuung unserer Patienten in dieser anspruchsvollen Zeit auch an dieser Stelle ganz herzlich zu danken. Mein Dank geht aber ebenso an unsere Belegärztinnen und -ärzte sowie an alle zuweisenden Ärztinnen und Ärzte in der Region, auch im Bewusstsein, dass unser Spital in der Zusammenarbeit mit ihnen noch Verbesserungspotenzial hat. Vor allem möchte ich mich bei unseren Kunden, also den Patientinnen und Patienten, für das uns entgegengebrachte Vertrauen – heute und in Zukunft – ganz herzlich bedanken. Die Verankerung unseres Spitals im Bezirk Einsiedeln ist spürbar, und dafür sind wir sehr dankbar.

Markus Hauenstein
Stiftungsratspräsident

Notfallnummern

Notfall/Rettungsdienst    144
Rega 1414
Vergiftungsnotfälle 145
Feuerwehr 118
Polizei 117
Spital Einsiedeln +41 55 418 51 11
Ärztlicher Notfalldienst Region Einsiedeln 0840 41 41 41
 

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Anfahrt Spital Einsiedeln

Routenplaner


 
Mit dem Auto von Zürich
Autobahn Richtung Chur > AusfahrtRichterswil > Samstagern > Schindellegi > Biberbrugg > Lichtsignal Richtung Einsiedeln – Spital (rechte Spur) > im Dorf: erster Kreisel – rechts Richtung Spital
 
Mit dem Auto von Chur
Autobahn Richtung Zürich > Ausfahrt Schindellegi > Biberbrugg > Lichtsignal Richtung Einsiedeln – Spital (rechte Spur) > im Dorf: erster Kreisel – rechts Richtung Spital
 
Mit dem Zug
Fahrplan
Bis Einsiedeln > ab Bahnhof über die Brücke der Alp (rechts) und Richtung Spitalstrasse (siehe Wegweiser Spital)